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Rassen und Fütterung

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Rindfleisch

Es wird angenommen, dass alle Nutzrinder von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen, dem Auerochsen, der heute ausgestorben ist. Heutzutage lassen sich die Rassen in zwei Hauptgruppen einteilen, Bos indicus und Bos taurus. Die erste Gruppe ist an heißes Klima gewöhnt, während die zweite Gruppe – das typische europäische Rind – auch kühleres Wetter verträgt.

Die Zucht beeinflusst die wichtigsten Parameter der Rinderwachstumsrate, der Reproduktionseffizienz, der Muttereigenschaften und der Endproduktspezifikationen.

Dementsprechend berücksichtigen Produzenten Schlüsselfaktoren wie das Produktionssystem, die Marktnachfrage, Klima, Quantität und Qualität des verfügbaren Futters, Zuchtkomplementarität und Kosten und Verfügbarkeit von Rassezüchtungssamen etc., wenn sie Zuchtentscheidungen treffen.

In den USA gibt es über 60 Rinderrassen. Ca. 20 Rassen haben die genetischen Voraussetzungen zur Produktion von marktfähigem Fleisch.

 

Breeds & feeding

Rinderzüchter blicken auf eine lange Tradition zurück, was die Kunst und die Wissenschaft der qualitativ hochwertigen Tierhaltung anbelangt. Die Rindfleischindustrie formalisierte ihr erstes Qualitätsprogramm Ende der 1970er Jahre mit dem Beginn der „Rindfleischsicherheitsgarantie“, einem Programm, dass Landwirten und Viehzüchtern bestätigte, dass ihre Produktionspraktiken sicher waren und den Erwartungen der Verbraucher entsprachen.

Das Programm belehrte die Landwirte und Viehzüchter über die fachgerechte Verwendung von Rinderpharmazieprodukten, einschließlich der von der Regierung vorgeschriebenen Vorhaltezeiten (die Zeit, die zwischen der Behandlung eines Rinds und dessen Verkauf am Markt verstreichen muss).

Bald darauf folgte das Beef Quality Assurance (BQA) Programm, das weltweit erste seiner Art. BQA wurde 1982 von Rinderzüchtern ins Leben gerufen, als proaktives, loses Sicherheitsprogramm vor Ort. Offiziell wurde es 1987 eingeführt, um Rinderzüchtern die Prinzipien, Werkzeuge und Ausbildung an die Hand zu geben, um eine sachgerechte Rinderhaltung zu gewährleisten. BQA setzt aktuelle Regulierungen der Food and Drug Administration (FDA), der Environmental Protection Agency (EPA) und dem U.S. Department of Agriculture (USDA) um, sowie die Prinzipien von Hazard Analysis Critical Control Point (HACCP).

 

Schweine

Moderne Schweine werden heutzutage so gezüchtet und ernährt, dass sie immer magerer sind als die Schweine in den letzten Jahren. Im Vergleich zu Schweinen im Jahr 1950 sind die heutigen Rassen erheblich schlanker – sie haben 75 % weniger Fett. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs hatten die Schweine im Durchschnitt noch eine Rückenfettschicht von 72,6 mm; heute sind es nur noch 19 mm. Zur damaligen Zeit war die Nachfrage nach Schweineschmalz zur Munitionsherstellung groß.

Verbraucher, und deshalb auch Schlachter, bevorzugen mageres Schweinefleisch und Produzenten züchten dementsprechend magere, muskulösere Schweine, um diese Nachfrage befriedigen zu können. Das magere Schweinefleisch ist das Ergebnis neuer Technologien der Schweineproduktion und besseren Genmaterials. Die Produzenten verwenden reinrassiges Samenmaterial von acht hauptsächlichen Schweinerassen:

  • Yorkshire (or Large White)
  • Duroc
  • Hampshire,
  • Landrace,
  • Berkshire,
  • Spotted,
  • Chester White
  • Poland China

Breeds & feeding pork

Die Produzenten verwenden außerdem verschiedene, aus diesen Züchtungen gewonnene genetische Linien. Beinahe alle Schweine am Markt werden durch die Kreuzung von reinen Rassen oder durch die Verwendung von mehreren genetischen Linien produziert, welche die Vorteile der Heterose oder der Hybridstärke nutzen.

Die Heterose ist ein biologisches Phänomen, bei dem sich der Nachwuchs aus der Kreuzung zweier verschiedener Rassen oder Linien besser entwickelt als der Durchschnitt der Elterntiere. Kreuzungsnachwuchs, wie SYMBOL III der Schweinefleischindustrie (Beschreibung oben) wird größer, hat eine geringere Sterblichkeitsrate und verwertet Futtermittel effektiver zu Fleisch. Symbol III ist ein Vorbild des idealen Schweins.

Rotationszuchtsysteme umfassen die sukzessive Nutzung von Ebern verschiedener Rassen und die Beibehaltung der Muttertiere, die hinsichtlich der Wachstumsrate, Magerkeit und des Reproduktionspotenzials (nachgewiesen im Reproduktionsbericht der Muttersau) überlegen sind. Diese Systeme reduzieren die Auslagen für den Zuchtbestand, da die Ersatz-Weibchen selbst gezüchtet werden können.

Allerdings bedingt die Beibehaltung der Muttertiere, dass alle Vatertiere nach überlegenen Kriterien hinsichtlich Schlachtkörperpotenzial (Rückenfett, Muskulatur), Produktion (Futtereffizienz, Wachstumsrate) und Reproduktion (Ferkel pro Wurf, Milchfähigkeit) ausgewählt werden müssen. Eber, die hinsichtlich aller drei Kriterien über dem Durchschnitt liegen, sind wahrscheinlich in keinem Bereich wirklich herausragend.

Die endgültigen Zuchtsysteme kreuzen Eberlinien, die streng nach den Kriterien Schlachtkörper und Produktion ausgewählt werden, mit Muttersaulinien, die hauptsächlich nach ihrem Produktionspotenzial ausgewählt werden. Diese Paarungen erfolgen normalerweise durch künstliche Besamung (artificial insemination – AI) und produzieren Nachwuchs, der insgesamt vermarktet werden kann (daher die Bezeichnung „endgültig“), wobei keine Muttersauen zur Zucht behalten werden.

Da endgültige Eber ohne Berücksichtigung des Reproduktionspotenzials ausgewählt werden (da ja keine Muttersauen aus den Paarungen behalten werden), können diejenigen zur Züchtung verwendet werden, die hinsichtlich des Schlachtkörpers und der Produktionseigenschaften wirklich außerordentlich sind. Das gleiche gilt für die Muttertierlinien. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Reproduktion, wobei andere Eigenschaften zwar wichtig, aber sekundär sind.

Muttertierlinien, die für die modernen, endgültigen Zuchtsysteme verwendet werden, umfassen hauptsächlich die weißen Rassen – Yorkshire, Landrace und Chester White. Diese Rassen sind generell hinsichtlich ihrer Reproduktionseigenschaften, wie   z. B. Größe des Wurfs, Milchproduktion und sanftes Temperament, überlegen. Die meisten endgültigen Vatertierlinien greifen auf die farbigen Rassen zurück, die generell widerstandsfähiger, magerer und muskulöser sind.

Die heutige Schweineproduktion kombiniert viele Eingangswerte in einem komplexen Prozess zur Verwandlung von Futtergetreide, proteinreichen Futtermitteln, Vitaminen, Mineralien und Wasser in Schweine und schließlich Schweinefleisch und Schweinefleischprodukte. Dieses letztendliche Ziel wird durch fünf grundsätzliche Produktionssysteme erreicht:

  • Betriebe, die alle Stufen der Produktion umfassen, angefangen bei der Zucht bis zum Marktgewicht von ca. 120 kg.
  • Betriebe, die von der Zucht bis zu einem Gewicht von 18-27 kg arbeiten und die diese Schweine an Betriebe verkaufen, die sie fertig mästen.
  • Betriebe, die sich auf die Zucht von Ferkeln bis zum Gewicht von 4,5-7 kg spezialisiert haben und die die abgesetzten Schweine an Betriebe verkaufen, die sie fertig mästen.
  • Betriebe, die abgesetzte Schweine kaufen und bis zum Marktgewicht fertig mästen.
  • Betriebe, die 18-27 kg schwere Mastschweine kaufen und bis zum Marktgewicht fertig mästen.

 

Futter ist die hauptsächliche Produktionsinvestition beim Schweinefleischproduktionsprozess. Es verbraucht mehr als 65 % aller Produktionskosten. Das durchschnittliche Verhältnis von Pfund Futter zu 1 Pfund produziertem Lebendgewicht für die ganze Herde ist in der US-amerikanischen Schweinemastindustrie ca. 3 zu 3,2 und verbessert sich ständig (d. h. es wird kleiner). Diese Zahl umfasst auch das Futter, das an Eber und Sauen verfüttert wird.

Zum Vergleich verbraucht ein Pfund Lebendgewicht bei Rindern 3,2-4,5 kg Futter, bei Hähnchen werden 900 g Futter für 450 g Lebendgewicht verbraucht. Die effizientesten US-amerikanischen Schweineherden haben ein herdenweites Futterumwandlungsverhältnis von unter 3,0.

Um eine „ausgewogene“ Ernährung für Schweine auf jeder Entwicklungsstufe zu gewährleisten, wird eine Auswahl von Futtermittelzutaten im entsprechenden Verhältnis verwendet. Mais, Gerste, Milo (Körner-Sorghum), Hafer und zuweilen Weizen werden dazu verwendet, Nahrungsenergie in Form von Kohlenhydraten und Fett zur Verfügung zu stellen.

Ölsamen, hauptsächlich Sojabohnen, sind die Hauptquelle für Protein, dem Baustein für Muskeln und andere Organe. Vitamine und Mineralien, wie z. B. Kalzium und Phosphor, sind ebenfalls Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung.

Jungschweine erhalten üblicherweise Nahrung, bei der 20-22 % Rohprotein sind. Das Futter wird umgestellt, wenn die Schweine ein vorher festgelegtes Gewicht erreichen, um die Nährstoffmengen, die sie verzehren, an ihren tatsächlichen Bedarf anzugleichen. Eine ausgewogene Ernährung begünstigt Wachstum und Leistung, während die Menge ungenutzt ausgeschiedener Nährstoffe gesenkt wird. Der Rohproteinanteil sinkt üblicherweise in Schritten von 2 %, bis die Schweine zum Schluss Nahrung mit einem Proteinanteil von 13-15 % verzehren. Die Anteile anderer Nährstoffe ändern sich auf ähnliche Weise.

Tierschutz

Schweinemäster sorgen für das Wohlergehen ihrer Tiere aus mehreren Gründen. Der Hauptgrund ist, dass sie sich dazu sowohl persönlich als auch moralisch verpflichtet fühlen. Die Produzenten sind sich bewusst, dass Schweine Lebewesen sind und deshalb Fürsorge auf einem Niveau erhalten müssen, das ihr Wohlergehen gewährleistet. US-amerikanische Schweinemäster verpflichten sich zu folgenden Mindestforderungen:

  • Futter, Wasser und Umgebung, die für das Wohlergehen der Tiere geeignet sind.
  • Pflege, Handhabung und Transport der Schweine, die jeder ihrer Entwicklungsstufen angemessen sind.
  • Erhaltung der Gesundheit der Schweine, angemessene Behandlung, einschließlich eventueller Versorgung durch Tierärzte.
  • Verwendung genehmigter, zeitnaher Tötungspraktiken für die Schweine, die krank oder verletzt sind und auf Pflege und Behandlung nicht reagieren.

Schweinefleischproduzenten sind sich bewusst, dass die Konsumenten von Schweinefleisch zunehmend darauf achten, ob die zur Fleischproduktion verwendeten Tiere artgerecht gezüchtet werden. Eine gute Behandlung der Tiere hat aber auch wirtschaftliche Vorteile. Tiere, die gut gepflegt sind, wachsen schneller und effizienter. Gute Tierpflegepraktiken erhalten die Gesundheit der Tiere, was wiederum die Produktionskosten senkt, die ansonsten für Tierärzte und Tiergesundheitsprodukte fällig werden.

 

wecare

Die We Care Initiative

Die We Care Initiative der Schweinefleischindustrie ist eine gemeinsame Bemühung von Pork Checkoff und dem National Pork Producers Council und trägt dazu bei, zu belegen, dass sich Schweinefleischproduzenten zum Wohlergehen ihrer Tiere verpflichtet fühlen. We Care umfasst außerdem die Selbstverpflichtung der Produzenten zur Produktion von sicheren Nahrungsmitteln, zum Umweltschutz und zur guten Nachbarschaft.

Die Schweinefleischindustrie bietet zahlreiche Programme an, einschließlich Pork Quality Assurance® Plus (PQA Plus®) und Transport Quality Assurance® (TQASM), um das Wohlergehen der Tiere sicherzustellen und eine sichere, qualitativ hochwertige Versorgung mit Schweinefleisch zu gewährleisten. Die We Care Initiative umfasst alles, was notwendig ist, damit die Schweinefleischindustrie in der Öffentlichkeit als selbstregulierter Geschäftszweig wahrgenommen wird, der das Vertrauen der Konsumenten verdient.

 


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